Mehr Licht, mehr Blüten, mehr Leben

Neugestaltung eines Mietgartens in Düsseldorf

Ein Garten mit viel Grün, aber wenig Abwechslung: Dichte, immergrüne Gehölze, vor allem Portugiesischer Lorbeer und Kamelien, prägten das Grundstück. Über die Jahre waren viele Sträucher durch ungünstigen Rückschnitt sehr kompakt und teilweise stark verholzt. Darunter blieb kaum Platz für weitere Pflanzen, und abgesehen von wenigen Blühphasen fehlte es an Farbe und Leichtigkeit.

Hinzu kam eine große Kastanie, die weite Teile des Gartens verschattet. Die Eigentümer des Gartens waren unsicher, ob sich unter diesen Bedingungen überhaupt eine abwechslungsreiche Bepflanzung entwickeln könnte.

Unser Ziel: einen lebendigen, familienfreundlichen Garten schaffen, ohne die bestehende Struktur aufwendig verändern zu müssen. Denn als Mietgarten sollte die Umgestaltung auch finanziell in einem vernünftigen Rahmen bleiben.

Bewusst auswählen statt alles neu machen

Im ersten Schritt haben wir gemeinsam entschieden, welche Gehölze bleiben dürfen und welche weichen sollen. Kamelien und wunderschöne Eichblatthortensien wurden erhalten, während das meiste andere fachgerecht entfernt wurden.

Anschließend wurde der Boden mit Humus und Kompost verbessert und damit die Grundlage für eine neue, standortgerechte Bepflanzung geschaffen.

Es folgte eine intensive Pflanzplanung mit einer Mischung aus Stauden und Gräsern, die auf die unterschiedlichen Lichtverhältnisse im Garten abgestimmt sind.

Bei der Umsetzung habe ich die Pflanzen vor Ort direkt in den Beeten arrangiert und die Pflanzung gemeinsam mit einem Gartenbaubetrieb begleitet.

Ein neuer Blick in den Garten

Eine der größten Veränderungen ist direkt von der Terrasse aus sichtbar. Wo zuvor ein mächtiger Portugiesischer Lorbeer den Blick versperrte, öffnet sich heute ein lockeres Staudenbeet mit Gräsern, durch das der Garten wieder als Ganzes erlebbar wird.

Bereits im ersten Jahr hat sich eine überraschend dichte Pflanzung entwickelt. Trotz des heißen Sommers gab es nur wenige Ausfälle, und schon jetzt zeigt sich, wie viel mehr Lebendigkeit und Abwechslung durch die neue Gestaltung entstanden ist.

Natürlich braucht ein Staudenbeet zwei bis drei Jahre, um vollständig einzuwachsen. Umso schöner ist es, bereits jetzt die ersten Ergebnisse zu sehen und sich auf die nächste Gartensaison zu freuen.

Ein Garten, der mit seinen Bewohnern weiterwächst

Die nächsten Schritte sind bereits geplant: Die bestehende Terrasse soll mit überschaubarem Aufwand zu einer gemütlichen Essecke werden. Eine begrünte Abtrennung mit Efeu wird den Kompostbereich optisch zurücknehmen, und die bisher ungenutzte Fläche unter den Tannen soll einen neuen Aufenthaltsbereich für die Kinder bieten.

So entsteht nach und nach ein Garten, der nicht nur schöner aussieht, sondern vor allem besser zum Alltag der Familie passt.

Dieses Projekt zeigt, dass auch ein Mietgarten mit gezielten Veränderungen, einer durchdachten Pflanzplanung und einem bewussten Umgang mit dem Bestand zu einem ganz besonderen Ort werden kann.